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Smartlearning mit Smartwatch

Gerade mal eine Woche ist es her, dass die Apple Watch im Verkauf ist. Viele Erstbesteller haben die Smartwatch bereits erhalten und testen die zahlreichen Funktionen rund um Messaging, Navigation, Foto-App, Fernsteuerung und Benachrichtigung per Push.

Derzeit scheint sich das Potential der Watch auf diese Bereiche zu beschränken. Doch schon innerhalb kurzer Zeit können mit der Smartwatch ganz neue Wege beschritten werden. Ich denke hier vor allem an den Bildungsbereich.

Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Eine Schülerin/Ein Schüler hat Abschlussprüfung. Ist es erlaubt, mit der Smartwatch am Arm zur Prüfung zu erscheinen?

Die relativ neue Technik wirft neue Fragen auf und stellt den Bildungsapparat vor ganz neue Herausforderungen. Man muss sich auf der einen Seite vielleicht die Frage stellen, was mit den Smartwatches alles möglich ist und wie man die Prüfungssituationen mithilfe von Regelungen zum Gebrauch oder Verbot von technischen Hilfsmitteln steuert.

Ein völlig anderer Ansatz wäre der, dass man die Prüfungen kompetenzorientiert stellt, getreu dem Motto: Neue Prüfungsaufgaben für neue Herausforderungen. Warum erlauben wir unseren Prüflingen nicht den Gebrauch von Smartwatch & Co.? Die digitale Welt hält in allen Belangen Einzug. Digitale Medien sind aus dem Alltag sowie aus der Berufswelt nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern vieles, sie bereichern und sie machen Prozesse möglich, die vor 20 Jahren noch nicht denkbar gewesen wären. Der Mensch ist durch die Medien erst imstande, so viel leisten zu können.

In einer immer stärker werdenden Digitalisierung des beruflichen wie des privaten Alltags ist es von enormer Bedeutung, dass der Mensch lernt, mit der Fülle der Informationen umzugehen, indem er analysiert, filtert und weiterverarbeitet.

Neue Prüfungsszenarien erlauben es dem Schüler, sich einer Smartwatch oder einem Tablet zu bedienen. Diese Situationen haben das Ziel, komplexe Probleme mithilfe der Medien zu lösen, sich eine Strategie zurechtzulegen, innerhalb einer gewissen Zeit mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen auszukommen. Dabei geht es nicht um die Reproduktion auswendig gelernter Sachverhalte, sondern um die praktische Umsetzung. Eine Smartwatch oder ein Tablet-PC kann dann nicht mehr das Werkzeug zum Spicken sein, wie es derzeit einige Universitäten verteufeln, sondern ein Hilfsmittel, fächerübergreifend und kompetenzorientiert zu handeln.

In den nächsten Monaten wird bspw. die Apple Watch stärker in den Fokus der Bildungsinitiativen rücken. Es ist zu wünschen, dass die Watch an dieser Stelle einen Mehrwert bringt hinsichtlich einer ganzheitlichen, kompetenzorientierten Lehrplan- und Prüfungsgestaltung.

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